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Abmahnung

Die Abmahnung ist ein förmlicher Ausdruck der Missbilligung eines Arbeitgebers gegenüber seinem Arbeitnehmer wegen Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten. Eine Abmahnung hat für den Arbeitnehmer eine Warnfunktion und ist verbunden mit einem Hinweis auf arbeitsrechtliche Konsequenzen, insbesondere einer Kündigung im Wiederholungsfall.

Angebot

Ein Angebot ist die Reaktion eines Anbieters auf eine Anfrage eines möglichen Kunden. In diesem Geschäftsbrief werden dem potenziellen Kunden Dienstleistungen und Produkte des Unternehmens erklärt und Angaben zu Preisen sowie den Liefer- und Zahlungsbedingungen gemacht.
Angebotsschreiben sind die notwendige Voraussetzung für Aufträge und daraus resultierenden Umsatz.
Für Angebotsschreiben gibt es zwar keine Vorschriften, man sollte aber dennoch einige Bestandteile beachten:
•    Die genaue Menge, Bezeichnung und Ausführung bzw. Art und Weise der Produkte oder angebotenen Dienstleistung
•    vorraussichtliches Lieferungsdatum bzw. voraussichtlicher Leistungstermin
•    Zahlungskonditionen wie zum Beispiel Rabatte oder Skonti
•    Einzelpreise und Gesamtpreise inklusive oder exklusive Umsatzsteuer
•    spezielle Angaben zu Kündigungsfristen oder rechtlichen Bindungen bzw. Freizeichnungsklauseln
•    Art und Weise der Lieferung bzw. Bereitstellung
•    verbindlicher Preis in angegebener Währung
Angebote können zudem nicht nur schriftlich, sondern auch telefonisch, mündlich, per Fax, per E-Mail oder per E-Postbrief formuliert

Arbeitszeugnis

Das Arbeitszeugnis ist eine schriftliche Bescheinigung, die dem Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber ausgestellt wird.
Das Arbeitszeugnis ermöglicht es dem Arbeitnehmer, die Kenntnisse und Qualifikationen, welche er bei dem vorigen Arbeitgeber erworben hat, gegenüber Dritten nachweisen zu können. Es können hierbei zwei Arten von Arbeitszeugnissen unterschieden werden.
•    Einfaches Zeugnis/einfacher Arbeitsnachweis: Die Angaben im Zeugnis beinhalten Informationen über Art und Dauer der Beschäftigung und nur auf Verlangen des Arbeitnehmers weitere Angaben. Auf Verlangen des Arbeitnehmers ist das Zeugnis auf die Leistung und Führung zu erstrecken.

•    Qualifiziertes Zeugnis: Die Angaben sind hierbei erweitert auf die Führung, das verhalten und die Leistung des Arbeitnehmers.
Ein Arbeitnehmer hat nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach Regelung des § 109 GewO das Recht auf die Ausstellung eines schriftlichen Arbeitszeugnisses. Auch während eines Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitsnehmer bei einem berechtigten Interesse das Recht auf die Erteilung eines Zwischenzeugnisses.

Aufbewahrungsfristen

Dieser Begriff richtet sich an Gewerbetreibende, die dazu verpflichtet sind, geschäftliche Unterlagen über einen bestimmten Zeitraum aufzubewahren. Diese Aufbewahrungsfristen richten sich bei Unternehmen nach zwei Rechtsgrundlagen (nach dem Steuerrecht und dem Handelsrecht). Für die betriebliche Praxis sind insbesondere die Steuerrechtlichen Vorschriften relevant.

In Deutschland gilt für Geschäftsunterlagen eine gesetzliche Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren.

Mit dem Filesharing und dem Onlinearchiv von com.pass ist das ordnungsmäßige Aufbewahren der Geschäftsunterlagen ein Kinderspiel. Der Schuhkarton mit Belegen gehört so glücklicherweise der Vergangenheit an

Außerordentliche Kündigung

Eine außerordentliche Kündigung liegt vor, wenn es sich um eine fristlose, d.h. sofort wirksame, Kündigung handelt. Diese Kündigung ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, denn es muss ein besonderer Grund vorliegen. In der Regel handelt es sich hierbei um grobe Verletzungen des Arbeitsvertrages. Damit eine fristlose Kündigung von Seiten des Arbeitsgebers wirksam ist, muss dieser zunächst eine Abmahnung ausgesprochen haben. Eine fristlose Kündigung ist erst dann möglich, wenn der Arbeitnehmer trotz der Abmahnung den gleichen Verstoß begeht.

Auch von Arbeitnehmerseite her kann fristlos gekündigt werden. Dies ist beispielsweise möglich, wenn die Gesundheit des Arbeitnehmers gefährdet ist oder der Arbeitgeber den Lohn über einen längeren Zeitraum nicht bezahlt.

Beleg

Ein Beleg ist ein schriftlicher Nachweis über die Bezahlung einer Ware. Er wird auch als Oberbegriff für Rechnungen, Kassenbons und Quittungen sowie alle Nachweise über eine geschäftliche Einnahme oder Ausgabe verwendet. Festzuhalten ist vor allem, dass jeder einzelne Beleg wichtig für die Buchführung und den Nachweis der Richtigkeit der Aufführungen ist.
Beim Beleg sind zwei Arten zu unterscheiden: der externe und der interne Beleg.
•    Bei externen Belegen oder auch Fremdbelegen handelt es sich um Belege, die von anderen Leuten (z.B. Lieferanten oder Kunden) ausgestellt werden. Hierzu gehören beispielsweise Kontoauszüge, Quittungen, Schecks, Eingangsgutschriften, Eingangsrechnungen, Handelsbriefe oder Steuerbescheide.
•    Bei internen Belegen bzw. Eigenbelegen handelt es sich um Belege, die Sie als Unternehmer selbst ausstellen. Beispiele für Eigenbelege sind unter anderem Entnahmebelege, Kopien von Quittungen, abgesandte Handelsbriefe, Lohn- und Gehaltslisten, Ausgangsrechnungen, Ausgangsgutschriften oder auch Belege über Stornos und Umbuchungen.

Berufsbezeichnung

Die Berufsbezeichnung kann frei gewählt werden, außer sie ist durch § 132a StGB geschützt (z.B. Apotheker, Arzt, Physiotherapeut).

Betriebsnummer

Die Betriebsnummer wird von der Bundesagentur für Arbeit vergeben. Sie dient zur Identifikation der Arbeitgeber bei der Sozialversicherung.

BIC

BIC steht für „Bank Identifier Code“ und dient international der Identifizierung von Banken und Unternehmen. Der Code besteht aus acht bis elf Zeichen:  Einem Kürzel der Bank, einer Länderkennung, einer Regionalkennung sowie einer optionalen Kennung des jeweiligen Bankinstituts. Ihre BIC finden Sie für gewöhnlich auf der Rückseite Ihrer EC-Karte.

Crowdfunding

Crowdfunding setzt sich zusammen aus den Begriffen „funding“ (Finanzierung) und „crowd“ (Menge). Im deutschsprachigen Raum existiert zudem der Begriff Schwarmfinanzierung, der die Kollaboration zwischen den Usern im Netz betont. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um eine spezielle Form der Finanzierung durch eine Gruppe von Internetnutzern. Meist wird im Web zur Spende oder Beteiligung an einem Projekt aufgerufen. Den potenziellen Investoren wird das Projekt vorgestellt, die benötigte Summe genannt und eine mögliche Gegenleistung für die Finanzierung angeboten. Wird die notwendige Summe innerhalb einer bestimmten Zeit erreicht, fließt das Geld zur Umsetzung der Idee an die Projektinitiatoren. Crowdfunding steht hierbei eher für die Finanzierung ungewöhnlicher und kostengünstiger Geschäftsideen, wohingegen Crowdinvesting eine Alternative für kapitalintensive Unternehmungen darstellt.

Crowdinvesting

Crowdinvesting ist neben Crowdfunding eine weitere Form der Unternehmensfinanzierung durch eine Vielzahl unterschiedlicher Personengruppen und setzt sich aus den englischen Begriffen „crowd“ (Menge) und „investing“ (investieren) zusammen. Genutzt wird Crowdinvesting meist von Startup-Unternehmen. Diese rein digitale Finanzierungsweise und die Möglichkeit zur privaten Geldanlage bietet hierbei nicht nur Jungunternehmern, sondern allen Beteiligten große Chancen. Durch diese Form der Unternehmensfinanzierung benötigen Gründer nicht mehr einen oder mehrere Großinvestoren für die Kapitalbeschaffung, sondern können sich finanzielle Unterstützung von der „Crowd“ holen. Weitere Vorteile des Crowdinvesting sind zum einen der Marketingeffekt, da alle Investoren potenziell als Markenbotschafter für das Startup fungieren. Zum anderen besteht die Möglichkeit, Investoren für Feedback und Ratschläge ins Startup zu integrieren, da jedem Geldgeber auch der Erfolg des Unternehmens am Herzen.

Ehegattensplitting/Steuerklasse IV mit Faktor

Beim sogenannten Ehegattensplitting rechnet das Finanzamt die Gehälter der beiden Ehepartner zusammen und teilt das Ergebnis dann durch zwei. Lediglich für diese Hälfte wird dann die Einkommenssteuer berechnet. Dieser Betrag wiederum wird verdoppelt. Daraus ergibt sich letztlich die zu zahlende Einkommenssteuer des Ehepaares. Meist liegt die Steuerschuld damit niedriger als ohne Splitting.

Eigenbelege

Der Eigenbeleg wird vom Unternehmer im Gegensatz zum Fremdbeleg selbst erstellt. Dies geschieht beispielsweise wenn keine Rechnung ausgestellt wurde, der Originalbeleg verlorengegangen ist oder wenn eine Quittungskopie angefertigt wird. Dies ist nötig, da das Finanzamt für jede Buchung innerhalb deiner Geschäftsbücher einen Nachweis verlangt. Durch den Eigenbeleg wird die steuerliche Abzugsfähigkeit gesichert.

Doch welche Informationen muss ein Eigenbeleg beinhalten? Es muss angegeben werden, wofür, wann, wie viel und an wen gezahlt wurde. Zudem sollte angegeben werden, dass es sich um einen Eigenbeleg handelt und keine Originalrechnung vorhanden ist. Die Unterschrift unter dem Eigenbeleg bestätigt abschließend die Richtigkeit der Angaben.

Achtung: Zu viele Eigenbelege wecken Misstrauen und können bei Betriebsprüfungen zu Problemen führen. Für die Glaubwürdigkeit der Buchführung sollten Eigenbelege möglichst eine Ausnahme darstellen.

Feiertagszuschlag

In bestimmten Branchen muss an Sonn- und Feiertagen gearbeitet werden. Für Arbeit an solchen Tagen kann ein Zuschlag zum Lohn oder Gehalt gewährt werden, ist jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Die Zuschläge sind lohnsteuerfrei, wenn sie sich innerhalb einer bestimmten Höchstgrenze bewegen.

Firmenname

Ein Firmenname muss so gewählt werden, dass keine irreführenden Angaben über die geschäftlichen Verhältnisse enthalten sind. Er darf zudem nicht über den Umfang, die Art und die Organisationsform des Unternehmens täuschen. Enthält die Firma beispielsweise die Bezeichnung „american“ sitzt aber in Deutschland und vertreibt keinerlei amerikanische Produkte oder wird ein eingetragener Name für die Firma missbraucht, ist dies nicht zulässig.

Der Firmenname sollte sich von anderen Firmen abheben und einprägsam sein. Der Firmenname ist das Aushängeschild für Ihr Unternehmen, deshalb sollte Sie prüfen ob es einen ähnlich lautenden Namen bereits gibt und gegebenenfalls die Namenswahl überdenken.

Gehalt

Ein Gehalt wird monatlich in der gleichen Höhe ausgezahlt und ist somit unabhängig von der Zahl der Arbeitstage des jeweiligen Monats und der tatsächlich erbrachten Leistung.

GoBD

GoBD steht für „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“. Diese wurden am 14. November 2014 vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht und sind seit dem 1. Januar 2015 gültig. Es handelt sich hierbei um eine Anweisung an die Finanzämter, die beschreibt wie die Buchführung und andere steuerrechtliche Aufzeichnungen aus Sicht der Finanzverwaltung auszusehen haben, die elektronisch, also mittels Software und anderer IT-Systeme, erstellt wurden.

IBAN

Bei der IBAN handelt es sich um eine internationale Bankkontonummer. Die deutsche IBAN setzt sich aus dem Ländercode, einer Prüfsumme sowie der jeweiligen Bankleitzahl und der Kontonummer zusammen. Sie finden die IBAN auf der Rückseite Ihrer EC-Karte oder auf Ihrem Kontoauszug.

Kassensturzfähigkeit

Der tatsächliche Kassenbestand – das, was tatsächlich in der Kasse ist – muss mit dem Kassenbestand laut Kassenbuch am Ende eines Tages immer übereinstimmen. Diese Übereinstimmung von IST-Bestand und SOLL-Bestand wird Kassensturzfähigkeit genannt.

Kleinbetragsrechnungen

Als Kleinbetragsrechnungen werden alle Rechnungen bezeichnet, die einen Gesamtbetrag von € 150,00 nicht übersteigen. Diese Rechnungen müssen nicht die umfangreichen Angaben enthalten, die üblicherweise vom Umsatzsteuerrecht für Rechnungen gefordert werden.

Folgende Angaben muss die Kleinbetragsrechnunge enthalten:

  • Name und Anschrift des Unternehmens, das die Leistung erbringt
  • Menge sowie die handelsübliche Bezeichnung des gelieferten Gegenstandes bzw. Art und Umfang der erbrachten Leistung
  • Das zu bezahlende Entgelt und der entsprechende Steuerbetrag für die Lieferung oder die Leistung in einer Summe
  • Der Steuersatz für die Umsatzsteuer bzw. der Hinweis auf Steuerbefreiung
  • Datum der Rechnung
Kündigungsfrist

Kündigungsfristen sind im Bürgerlichen Gesetzbuch § 622 geregelt. Demnach gilt eine Grundkündigungsfrist von vier Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende. Es können jedoch auch längere Fristen vereinbart werden.

Lohn

Es wird ein bestimmter Betrag pro erbrachter Arbeitsstunde gezahlt, der sogenannte Stundenlohn. Der Lohn pro Monat berechnet sich an der Summe der tatsächlich erbrachten Arbeitsstunden  des jeweiligen Monats  und kann somit monatlich variieren.

Mindestlohngesetz: Ausnahmen beim Praktikum

Der Mindestlohn gilt für Praktikanten nur unter bestimmten Umständen. Bei Pflichtpraktika und freiwilligen Praktika bis zu 3 Monaten, die der Orientierung dienen oder studienbegleitend erfolgen, ist kein Mindestlohn zu zahlen.  Bei allen anderen Praktikanten gilt der Mindestlohn von derzeit 8,50 Euro.

Mindestlohngesetz: Stundenaufzeichnungen für Minijobber

Seit Einführung des Mindestlohnes zum 01.01.2015 wir für Minijobber eine detaillierte Stundenaufzeichnung gefordert.

Minijob

Ein Arbeitsverhältnis wird immer dann als Minijob bezeichnet, wenn der Arbeitslohn regelmäßig monatlich maximal 450 Euro beträgt.

Minusprüfung im Kassenbuch

Der tatsächliche Kassenbestand kann niemals negativ sein. Kassenfehlbeträge entstehen, wenn mehr Auszahlungen als Anfangsbestand zuzüglich Einzahlungen aufgezeichnet werden. Da eine Kasse nur bare Vorgänge (z.B. auch keine Schecks) erfasst, ist eine Minus-Kasse unmöglich: Sie können nicht weniger Geld als null Euro in der Kasse haben. Das com.pass-Kassenbuch lässt einen negativen Kassenbestand nicht zu und warnt Sie, sollten Ihre Einträge zu einer Minus-Kasse führen. So werden Sie dabei unterstützt Ihre betrieblichen Geldbewegungen richtig aufzeichnen.

Nachtzuschlag

Arbeitet ein Arbeitnehmer zwischen 23 Uhr und 6 Uhr, hat er einen Anspruch auf einen Zuschlag von 25%, auch wenn dieser nicht in Tarifverträgen geregelt ist. Findet die Arbeit dauerhaft nachts statt, erhöht sich der Anspruch auf 30% Nachtzuschlag.

Ordentliche Kündigung

Grundsätzlich wird zwischen einer ordentlichen Kündigung und einer unordentlichen Kündigung unterschieden. Ordentliche Kündigung bedeutet, dass die Kündigung fristgerecht, wie im Vertrag vereinbart, vorgenommen wurde. Für diese Art der Kündigung ist kein wichtiger Grund notwendig, es genügt alleine die Einhaltung der Kündigungsfrist. Die Kündigungsfrist kann variieren und wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag vereinbart. Dabei ist zu beachten, dass die Kündigungsfrist von Arbeitgeberseite länger wird, je länger das Anstellungsverhältnis des Arbeitnehmers besteht.

Praktikum

Durch Praktika sollen Schüler, Studierende, Berufseinsteiger sowie Arbeitslosen ermöglichen, Einblicke in die Arbeitsweise von Unternehmen zu erhalten. Das Praktikum dient dem Zweck, berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu erlangen. Dabei muss ein Praktikum jedoch klar von einem Arbeitsverhältnis getrennt werden. Nicht die Arbeitsleistung, sondern das Lernen soll im Mittelpunkt stehen. Zu beachten ist außerdem, dass es verschiedene Arten des Praktikums gibt. Es wird zwischen Vor- Zwischen- und Nachpraktika unterschieden. Außerdem wird zwischen freiwilligen und Pflichtpraktika unterschieden.

Probezeit

Die Probezeit dient dazu, die Eignung des neuen Mitarbeiters/der neuen Mitarbeiterin zu überprüfen. Während der Probezeit gelten besondere Bedingungen. So kann beispielsweise eine verkürzte Kündigungsfrist gelten. Es gibt keine Verpflichtung, ein Arbeitsverhältnis mit einer Probezeit zu beginnen, in der Regel wird jedoch eine Probezeit von drei bis sechs Monaten vereinbart.

Rechnung

Eine Rechnung ist ein Dokument, das ein Unternehmer seinem Kunden vorlegt, um ihm über die georderte oder bereits erbrachte Leistung des Unternehmers eine Geldforderung zu stellen.
Die berechneten Waren und Dienstleistungen werden in einer Rechnung detailliert aufgelistet. Auch die in den Preisen enthaltene Umsatzsteuer ist ausgewiesen. Es können zudem die Kunden- und Rechnungsnummer, Ansprechpartner oder Details zur Zahlungsweise auf der Rechnung erscheinen.
Im Umsatzsteuergesetz sind die Mindestbestandteile einer Rechnung definiert und muss gemäß § 14 Abs. 4 i.V.m. § 14a Abs. 5 UStG folgende Bestandteile enthalten:
•    Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
•    Steuernummer oder Umsatzsteueridentifikationsnummer
•    Ausstellungsdatum der Rechnung
•    Fortlaufende Rechnungsnummer
•    Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung
•    Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung
•    Nach Steuersätzen und -befreiungen aufgeschlüsseltes Entgelt
•    Im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts
•    Entgelt und hierauf entfallender Steuerbetrag sowie Hinweis auf Steuerbefreiung
•    Ggf. Hinweis auf Steuerschuld des Leistungsempfängers
Hierbei ist zu beachten, dass die vorstehenden Angaben für Rechnungen mit einem Betrag von über 150 Euro brutto gültig sind. Darunter gelten Erleichterungen für so genannte Kleinbetragsrechnungen.

Rechnungsprüfung

Alle eingehenden Rechnungen müssen auf Richtigkeit geprüft werden. Folgende Punkte sind zu überprüfen:

  1. Der Rechnungssteller: Sind Name und Anschrift korrekt und vollständig?
  2. Ihr Unternehmen: Überprüfen Sie hier ebenfalls Name und Anschrift auf Vollständigkeit.
  3. Ist ein Ausstelldatum auf der Rechnung angegeben?
  4. Ist die Steuernummer bzw. die Umsatzsteuer-ID des Rechnungsstellers auf der Rechnung angegeben?
  5. Hat die Rechnung eine Rechnungsnummer?
  6. Sind die Waren oder erbrachten Leistungen korrekt und vollständig auf der Rechnung ausgewiesen?
  7. Ist der angegebene Lieferzeitraum auf der Rechnung korrekt?
  8. Ist das Entgelt richtig angegeben?
  9. Überprüfen Sie, ob vereinbarte Rabatte korrekt ausgewiesen wurden.
  10. Stehen der richtige Umsatzsteuersatz sowie der entsprechende Steuerbetrag auf der Rechnung?

Stellen Sie bei der Prüfung Fehler fest, muss die Rechnung korrigiert werden.

Rentenversicherungsnummer

Die Renten- bzw. Sozialversicherungsnummer erhält jeder nachdem er/sie erstmals von einem Arbeitgeber bei der Sozialversicherung angemeldet wurde. Sie finden die Sozialversicherungsnummer auf Ihrem Sozialversicherungsausweis sowie auf der Lohnabrechnung Ihres Arbeitgebers.

Rentenversicherungspflicht

Minijobber können sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, sie zahlen also keine Beiträge an die Rentenversicherung und verzichten somit auf den Erwerb vollwertiger Leistungsansprüche. Es gilt zu beachten, dass die Befreiung nicht rückgängig gemacht werden kann und auch für zukünftig ausgeübte Minijobs gilt.

Revisionssicherheit

Der Begriff „revisionssicher“ kommt bei der elektronischen Aufbewahrung und Archivierung von Dokumenten wie Belegen zum Tragen. So müssen beispielsweise E-Rechnungen revisionssicher aufbewahrt werden. Die Revisionssicherheit fordert von elektronischen Archivsystemen unter anderem, dass

  • Dokumente unveränderbar archiviert werden,
  • Dokumente mit geeigneter Retrievaltechnik wieder auffindbar sind (z.B. Indexierung, Metadaten),
  • Dokumente weder auf dem Weg ins Archiv noch im Archiv selbst verloren gehen oder zerstört werden,
  • alle Aktionen im Archiv, die Veränderungen in Struktur oder Organisation bewirken, derart protokolliert werden, dass die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands möglich ist.

Neben diesen technischen Anforderungen ist es nach den neuen GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) Auffassung der Finanzverwaltung, dass eine schriftliche Verfahrensdokumentation vorliegen muss, die Prozesse, Kontrollen und technische Sicherheitsmaßnahmen dokumentiert.

Sozialversicherungsnummer

Die Renten- bzw. Sozialversicherungsnummer erhält jeder nachdem er/sie erstmals von einem Arbeitgeber bei der Sozialversicherung angemeldet wurde. Sie finden die Sozialversicherungsnummer auf Ihrem Sozialversicherungsausweis sowie auf der Lohnabrechnung Ihres Arbeitgebers.

Steuernummer

Die Steuernummer wird vom jeweils zuständigen Finanzamt an jede natürliche oder juristische Person vergeben und dient der eindeutigen Identifikation eines Steuerpflichtigen.

Steuer ID

Die Steuer-ID begleitet jeden Steuerpflichtigen ein Leben lang, auch bei Umzug. Sie ist in der Regel auf dem letzten Einkommenssteuerbescheid zu finden und kann außerdem beim Bundeszentralamt für Steuern erfragt werden.[/vc_column_text][/vc_tta_section][vc_tta_section title=“Steuerklassen“ tab_id=“1453821183416-9264660b-b463″][vc_column_text]Das Finanzamt ordnet jeden Arbeitnehmer einer von insgesamt sechs Steuerklassen zu. Diese unterscheiden sich im jeweiligen Jahresfreibetrag, wodurch die Höhe der zu zahlenden Lohnsteuer variiert. Die Steuerklasse in erster Linie nach dem Familienstand, wobei lediglich Verheiratete die Steuerklasse wählen können.
Steuerklasse I: Alleinstehende sowie Verheiratete, die dauerhaft getrennt leben
Steuerklasse II: Alleinerziehende
Steuerklasse III:
1) Verwitwete
2) Verheiratete, deren Ehepartner Steuerklasse IV gewählt hat
Steuerklasse IV: Verheiratete, deren Ehepartner ebenfalls Steuerklasse IV gewählt hat
Steuerklasse V: Verheiratete, deren Ehepartner Steuerklasse III gewählt hat
Steuerklasse VI: Sowohl Ledige als auch Verheiratete, die einen Zweitjob oder
mehrere Job ausüben
Für Verheiratete ergeben sich somit zwei Kombinationsmöglichkeiten:
1.    Verdient ein Ehepartner deutlich mehr als der andere, kann sich die Kombination aus Steuerklasse III und V lohnen, da der Besserverdienende in der Steuerklasse III weniger Abzüge hat.
2.    Ist der Gehaltsunterschied nur gering, wählen meist beide Ehepartner die Steuerklasse IV. Dabei kann auch die Variante Steuerklasse IV mit Faktor gewählt werden (Ehegattensplitting).

Tätigkeitsbeschreibung

Im Gegensatz zur Berufsbezeichnung kann die Tätigkeitsbeschreibung nicht frei gewählt werden. Sie dient der Agentur für Arbeit zur Erstellung eines Tätigkeitsschlüssels, der wiederum als Grundlage zur Erstellung einer Statistik zur Beschäftigungssituation in Deutschland verwendet wird.

Urlaubsgeld

Das Urlaubsgeld ist ein zusätzliches Entgelt des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer. Es ist nicht mit dem Urlaubsentgelt zu verwechseln, das die Weiterzahlung des Gehalts oder Arbeitslohnes während des Urlaubs bezeichnet.

Urheberrechtsklausel

Erbringt ein Arbeitnehmer während seiner Arbeitszeit kreative Leistungen, gilt grundsätzlich der Arbeitnehmer als Schöpfer und Urheber des Werkes. Durch die Urheberrechtsklausel im Arbeitsvertrag überträgt der Arbeitnehmer die Nutzungsrechte am Werk an das Unternehmen.

USt.-IdNr.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt.-IdNr.) dient der Kennzeichnung von Unternehmen innerhalb der Europäischen Union. Sie wird kostenfrei vom Bundeszentralamt für Steuern erteilt.

Verfahrensdokumentation

siehe GoBD

Verschwiegenheitspflicht

Im Rahmen der Anstellung kann der Arbeitnehmer Kenntnis über Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse erlangen. Um zu verhindern, dass diese nach außen getragen werden, kann eine Klausel zur Verschwiegenheitspflicht in den Arbeitsvertrag integriert werden. Die Verschwiegenheitspflicht gilt auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Weihnachtsgeld

Das Weihnachtsgeld ist eine einmalige Zahlung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer und wird in der Regel im November ausgezahlt. Um einer Pflicht zur Zahlung des Weihnachtsgeldes zu entgehen, können Arbeitgeber die Freiwilligkeit der Zahlung im Arbeitsvertrag festhalten.

Wettbewerbsverbotsklausel

Durch eine Wettbewerbsverbotsklausel vereinbart der Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer, dass dieser während oder nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses dem Arbeitgeber keine Konkurrenz macht, also auch nicht für ein Konkurrenzunternehmen tätig wird. Das Wettbewerbsverbot kann räumlich und zeitlich eingeschränkt werden, darf jedoch maximal zwei Jahre gültig sein.

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